Der Klimawandel macht auch vor den Ruderern nicht halt. Anhaltendes Niedrigwasser und zunehmende Ausbreitung von Wasserpflanzen machen ein Rudern in den Stillgewässern vor der Haustüre unmöglich. Dank der Gastfreundschaft des Ruderverein Ingelheim konnten unsere Sportler an den beiden letzten Wochenenden zu Tagesrandzeiten in der Mariannenaue und in der Hessenkribbe trainieren.
Die Ausbreitung von Wasserpflanzen auch auf dem Baldeneysee hatte dazu geführt, dass die Meisterschaften kurzfristig von Essen nach Krefeld verlegt werden mussten. Aufgrund der prognostizierten hohen Temperaturen und der amtlichen Hitzewarnung während der Deutschen Junioren- und Jahrgangsmeisterschaften U17/U19/U23 wurde der Wettkampfmodus angepasst um weniger Rennen zu haben. So wurden alle Hoffnungsläufe gestrichen und die Felder nach Zeiten gesetzt.
Isabella Baaser bei den Juniorinnen U19 und Alexander Rühling bei den Senioren Leichtgewicht starteten sowohl im Einer als auch im Doppelvierer.
In einem der schnellsten Vorläufe qualifizierte sich Isabella am Donnerstag im Einer über Ihre Zeit für das Halbfinale am Samstag. Am Freitag qualifizierte sich Isabella im Doppelvierer mit ihren Bootskameradinnen aus Frankfurt, Magdeburg und Hamburg direkt für das Finale am Sonntag.
Alexander konnte am Samstag als jüngster Starter im Feld auf dem ersten Streckendrittel mithalten, musste dann aber der Gluthitze Tribut zollen und belegte am Ende einen etwas enttäuschenden fünften Platz.
Dafür konnte er zusammen mit seinem für Mainz startenden Bruder Maximilian, Naveen Shah aus Kassel und Tobias Böhm aus Mainz den Meistertitel im Leichtgewichts-Doppelvierer errudern! Die Mannschaft legte sich am Start leicht vor das Feld und baute ihren Vorsprung bis ins Ziel immer weiter aus.

Isabella schaffte es im Einer trotz eines beherzten Rennangangs leider nicht, sich für das A-Finale zu qualifizieren. B-Finals wurden aufgrund der Rekordhitze nicht ausgefahren.
Auch im Doppelvierer startete Isabellas Mannschaft gut und lag bei 500m noch auf einem Medaillenrang. Mit zunehmender Renndauer konnte der dritte Platz nicht mehr verteidigt werden und die Mädels kamen auf Rang 4 ins Ziel. Spätestens am Folgetag war die Enttäuschung über die verpasste Medaille vergessen, als die E-Mail des Bundestrainers mit der Einladung für die Mannschaftsbildung zur Junioren-Weltmeisterschaft sowie für den Coupe de la Jeunesse für den Zeitraum 01. – 07.07.2026 in Berlin-Grünau einging.
Der Wassersportverein möchte sich an dieser Stelle für die Unterstützung der Firmen Fritz Werner Industrie-Ausrüstungen GmbH, Topcon Electronis GmbH, Erbslöh Geisenheim GmbH und Dr. Wolz Zell GmbH bedanken, die dazu beigetragen haben, dass die Sportler in klimatisierten Hotelzimmern der Hitze entrinnen konnten.




